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Genesis - REVOLUTION TRAIN STORY

Die Entwicklung des Anti-Drogen-Zuges war nicht einfach, sie war schmerzhaft, begleitet von Bürokratie, Neid und Korruption …

Im Jahr 2000 machte der Autor des Projekts, Pavel Tuma, die ersten Skizzen des Anti-Drogen-Zuges. Damals ahnte er nicht, dass es unendliche 15 Jahre dauern würde, bis die ersten Besucher seinen revolutionären Anti-Drogen-Zug betreten würden. Zu Beginn des Projekts waren die Reaktionen der Politiker, Geldgeber und Fachleute bezüglich des Programms äußerst gespalten. Die Einen waren begeistert, unter ihnen auch das jetzige Ehrenmitglied der Stiftung Neues Tschechien, Lt.Reg. Dir.aD Hans-Uwe Worlizcka, und die Anderen standen dem Programm sehr kritisch gegenüber. Sie warfen dem Projekt zu harte Darstellung und zu naturalistische Szenen vor. Der Staat wollte sich an dem Projekt nicht beteiligen. Zu groß war die Angst vor etwas Neuem. Man hing lieber an den „alt-bewährten“ Vorträgen für Schüler in Kinosälen fest.

Dennoch ist es gelungen einen Prototyp des ersten Wagons fertigzustellen. Ende 2006 kamen die ersten 500 Besucher. Ihre Reaktionen waren durchwegs positiv. Im Jahr 2007 ist es den Gründern der ursprünglichen Stiftung „Der tschechische Zug“ gelungen 12 Millionen Kronen an Geldern von Sponsoren – vorwiegend Zentiva und RWE – zu sammeln. Daraufhin bekam der Zug 8 Wagons, davon war nur der dritte fertiggestellt.

Es kam jedoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Autor des Projekts und dem zweiten Gründer der Stiftung. Der Autor des Projekts wurde daraufhin ausgezahlt und arbeitete für die Stiftung nur noch als Externist. Das Projekt bekam finanzielle Unterstützung vom Mittelböhmischen Bezirk. Die Zahlen in den Büchern wiesen jedoch Unstimmigkeiten auf.

In den Jahren 2010 – 2011 haben 2205 Schüler und 144 Lehrer den Zug besichtigt. Sie waren begeistert. Der Ausbau aller 8 Wagons wurde weiter finanziell vom Mittelböhmischen Bezirk unterstützt. Die fortlaufenden Unreinheiten in der Finanzierung veranlassten jedoch den Autor des Projekts dazu, eine Strafanzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Der Autor des Projekts hat sich dann vom Projekt distanziert und kämpfte nur noch auf gerichtlichem Wege gegen die Verhältnisse. Die ganze Causa wurde mehrmals in den Medien widergespiegelt. Auch die sonst dem Projekt gesonnenen Fachleute haben sich nach und nach von dem Projekt abgewandt.

Der Autor des Projekts hat die Stiftung Neues Tschechien gegründet und seine Aktivitäten auf die Entwicklung eines multimedialen Spielplatzes und den Kampf gegen Fettleibigkeit bei Kindern konzentriert.

Ende 2012 wurde dann der Hauptmann des Mittelböhmischen Bezirks aufgrund von anderen Causae mit undurchsichtiger Finanzierung verhaftet und die Stiftung bekam keine staatlichen Subventionen mehr. Im Laufe des Jahres 2013 stand der Zug ungenutzt und verlassen auf einem Bahnhof; dem Verfall überlassen. Zum Schluss einigten sich die Inhaber der Stiftung „Der tschechische Zug“ mit dem Autor des Projekts und Gründer der Stiftung „Neues Tschechien“, an die das Projekt übertragen wurde, auf einem finanziellen Ausgleich und Übergabe des Zugprojekts. Pavel Tuma, Autor des Projekts, bezahlte 3,3 Millionen CZK dafür.

Die Stiftung Neues Tschechien renovierte den verfallenen Zug. Am Ende des Renovierungsprozesses wurde der Zug jedoch ausgeraubt und die Arbeit der Stiftung begann wieder vom Neuen. Dies war nur dank der Unterstützung vieler Leute möglich, dessen Namen auf den Wagons aus Dankbarkeit verewigt werden. Der Autor des Projekts nahm diesmal auch selber den Pinsel in die Hand und strich alle Wagons an. Als der Zug dann wieder in einen besseren Zustand gebracht wurde, meldeten sich bald auch schon einige Sponsoren. Mindestens drei von ihnen müssen hier angeführt werden: PAZS, NARDIC und Brabec Vzduchotechnika. Ohne sie hätten am 16. März 2015 die ersten Kinder das Programm im Zug nicht absolvieren können. Im Laufe des Jahres 2016 besuchten 7 000 Kinder unseren „Revolution Train“ und ihre begeisterten Reaktionen bestärkten uns darin, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber viel Arbeit liegt noch vor uns.

REVOLUTION TRAIN STORY – ZWEITES KAPITEL

Schwerer Anfang, aufmunterndes Ende, hoffnungsvolle Aussichten. Der Zeitraum vom Sommer 2015 bis Sommer 2016 war für den Stiftungsfonds Neues Tschechien und sein Kernprojekt „Revolution Train“ hektisch. Trotz aller Schwierigkeiten blüht das Projekt jetzt auf und wurde sogar durch eine Auszeichnung in Deutschland geehrt.

Der Sommer 2015 und der geplante Start des täglichen Betriebs haben für uns nicht gerade glücklich angefangen. Die Hitze um die 40 Grad Celsius setzte den Anti-Drogen-Zug außer Gefecht, da der vorige Eigentümer irgendwie „vergessen“ haben muss eine funktionsfähige Klima-Anlage zu installieren. Erst durch die erneute Hilfe unseres Partners – der Firma Brabec vzduchotechnika – konnten wir den Betrieb wieder aufnehmen und im September die ersten Schulen im Zug begrüßen.

An die 2 000 Schüler, die im Rahmen des erfolgreichen Projekts Sedmikraska zum Anti-Drogen-Zug aus der Stadt Most kamen, schlossen weitere Tausend in den Frühlingsmonaten an. Mehrere Hundert Schüler aus der Region Usti gingen in unserem Zug ein und aus, langsam kamen aber auch Schüler aus Prag und weiteren Städten hinzu.

Der Schuljahresbeginn fiel trotz unserer vorsichtigen Erwartungen wirklich toll aus. Auch das Team des Stiftungsfonds Neues Tschechien, das für den einwandfreien und langfristigen Betrieb des Zuges sorgt, fing rasch zu wachsen an. Gleichzeitig stiegen die Besucherzahlen und mit ihnen auch die begeisterten Rückmeldungen. Weitere Verbündete unter Schülern, Lehrern und Schulleitern konnten gewonnen werden.

Jede Innovation findet ihre Kritiker

Erst bei den Vorbereitungen der Frühjahrstournee merkten wir, dass uns nicht Alle wohl gesonnen sind. Hinter den Kulissen fingen die Gegner unseres Programms die Fäden zu ziehen. Mit einem zeitweiligen Erfolg. Lehrer, die unser Programm besichtigt haben, berichteten davon, dass sie E-Mails erhielten, die unser Programm schlecht machten. Angeblich sei unser Programm veraltet, moralisiere und schüchtere die Jugendlichen ein.

Die Heftigkeit dieser Angriffswelle machte uns zunächst sprachlos. Fast hätten wir die Tausende von Briefen von Menschen vergessen, die im Anti-Drogen-Zug waren und uns für die innovative, technisch aufwändige und vor allem inspirative Ausführung unseres Programms dankten. Fast hätten wir vergessen, mit welchem Spott die Schüler manchmal bereits absolvierte „alt bewährte“ Präventionsprogramme kommentierten.

Kurzfristig hatten wir wirklich einen Einbruch in den Besucherzahlen erlitten. Wir stellten fest, dass unsere Kritiker unser Programm leider häufig beanstandeten, ohne es auch nur gesehen zu haben. Dabei ist die Botschaft an die Betreiber der traditionellen Art der Drogenprävention in Tschechien eindeutig: im europäischen Vergleich steht die tschechische Jugend an der Spitze des Suchtmittelmissbrauchs.

Der gesunde Menschenverstand siegt

Zum Glück fanden sich genug offen denkende Menschen, die die Anschwärzungen unseres Programms nicht ungefragt hingenommen haben. Anstatt vorgeblich fachlichen Stellungnahmen blind zu vertrauen, haben sie es auf sich genommen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Es waren zum Beispiel Schulleiter und ihre Vertreter, die den „Revolution Train“ persönlich mit ihren Schülern besichtigt haben, um herauszufinden, ob sie Bestellungen für weitere Klassen machen wollen oder nicht. Ähnlich passierte es in den Städten Most, Aš, Cheb oder Mělník, in welchen sich die Stadtvertreter zuerst ein eigenes Bild von unserem Programm machen wollten.

All diesen Menschen gegenüber, sowie gegenüber unseren Förderern, zollen wir großen Respekt und verspüren eine tiefe Dankbarkeit. Sie hielten zu uns, als die Situation auf der Kippe stand. Ohne sie hätten wir unser Programm nicht weiteren Tausenden Schülern zeigen können, die dann doch wieder den Weg zu uns fanden. Ohne sie hätten wir auch nicht zu der nahenden erfolgreichen Tournee ins Grenzgebiet aufbrechen können. Und ohne die finanzielle Förderung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds hätten wir nicht die deutschsprachige Ausführung unseres Programms auf die Beine stellen können. Der Drogenhandel kennt keine Grenzen und deshalb war es uns besonders wichtig, Schüler von beiden Seiten der Grenze mit unserem Programm zu erreichen.

Viele Schulbestellungen mussten wir dann ab Mitte April auf später verschieben, da der große Tag des „Revolution Train“ näher rückte. Wird unser Zug den Reisestrapazen standhalten können? Werden die Menschen den Weg zu uns in den Bahnhöfen finden? Und wie wird das deutschsprachige Programm bei den deutschen Schülern und Fachleuten ankommen? Wir standen vor der großen Unbekannten.

Voller Erfolg in Deutschland

Noch vor dem Aufbruch zur Tournee bekamen wir ein erstes Signal, dass der Anti-Drogen-Zug das Interesse auf deutscher Seite wecken könnte. Während unserer letzten Vorbereitungsarbeiten hat sich das Fernsehteam der ARD mit dem Auslandskorrespondenten Jürgen Osterhage die Zeit genommen, sich das Programm im Anti-Drogen-Zug anzuschauen. Darauf folgte prompt die erste deutsche Video-Reportage über den Anti-Drogen-Zug. Unsere erste deutsche mediale Visitenkarte!

Bis zur letzten Minute wurden die Details am Zug bearbeitet, damit wir einen glatten Start bereits am ersten Tag in Pilsen hinlegen konnten. Wieder haben uns viele unserer Unterstützer und Partner geholfen und zusammen mit dem kompletten Zug-Team haben sie bis zur Erschöpfung eine immense Arbeit geleistet.

Nach dem Start am 20. April bereitete das Schicksal dem „Revolution Train“ noch so einige Überraschungen. Manche davon kamen nur einige Stunden vor dem Eintreffen der Schülergruppen – genannt sei mindestens der absolut abgelegene Zug-Standort in Pilsen, der vielen Schulen die Anfahrt erschwerte. Dennoch begann die Tour sehr gut und die mobile Ausführung unseres Programm hat sich bewährt. Seit dem Start der Tournee explodierten die Besucherzahlen. Alles funktionierte, wie geplant, und wir standen kurz vor der nächsten Herausforderung. Wir fuhren gen deutsch-tschechische Grenze.

In Zelezna Ruda/Bayerisch Eisenstein haben wir Besichtigungen für Schüler aus Bayern eingeplant und für den 26. April einen deutsch- tschechischen Experten-Workshop organisiert. Thema: Crystal Meth im Grenzgebiet und Innovationen in der Drogenpolitik. Das Zug-Team des Stiftungsfonds Neues Tschechien stand bereit und war voller Erwartung. Wir wurden dann auch sehr angenehm überrascht, als trotz des unerwartet starken Schneefalls fast alle angemeldeten Teilnehmer insbesondere aus Deutschland zum Workshop gekommen waren.

Vor allem die Vorstellung der deutschsprachigen Version des Anti-Drogen-Zug-Programms fand zu unserer Erleichterung einen sehr positiven Anklang. Von den bayerischen Besuchern bekamen wir sehr positive Rückmeldungen, vergleichbar mit den tschechischen. Suchtbeauftragte aus einigen deutschen Städten äußerten direkt vor Ort den Wunsch, dass der Zug auch nach Deutschland kommen sollte. Von unserem Workshop und dem Anti-Drogen-Zug berichtete ausführlich die Passauer Presse, danach folgte die Reportage von Donau TV. Langsam aber sicher wurde der Anti-Drogen-Zug auch im deutschen Grenzgebiet bekannt.

Die Ereignisse nahmen einen immer schnelleren Verlauf. Bereits nach einer Woche nach dem Workshop kam die erste deutsche Abordnung nach Domazlice, um sich das Programm anzuschauen. Weitere Verhandlungen folgten. Angesichts der Stärke des Interesses von deutscher Seite entschlossen wir uns schon zwei Wochen später in der Pressekonferenz am 10. Mai in Aš/Asch bekannt zu geben, dass den „Revolution Train“ etwas wie eine Staatsgrenze nicht stoppen kann.

In Aš/Asch besuchten uns Hunderte deutsche Schüler, deren Teilnahme der Verband Euregio Egrensis finanziell gefördert hat. Wir begrüßten auch einen Vertreter der Drogenbeauftragten der Bundesregierung im Anti-Drogen-Zug, deren Interesse unser Zug geweckt hat. Aber auch einige wichtige Vertreter des deutschen Zollamtes und des Euregio Egrensis haben den Weg nach Aš/Asch auf sich genommen, um den Anti-Drogen-Zug persönlich kennenzulernen. Im Laufe einiger Wochen gewannen wir die Überzeugung, dass das Interesse von deutscher Seite lang anhaltend bleibt. Vertreter unseres Stiftungsfonds folgten der Einladung von Euregio Egrensis, das Projekt in Plauen zu präsentieren, um dort Förderer und Interessenten zu informieren, die eine Herbst-Tournee in ihrer Region unterstützen könnten. Das Potenzial des Anti-Drogen-Zuges, das die tschechischen Behörden selbst nach mehreren Jahren nicht erkannt haben, wurde von deutschen Fachleuten innerhalb von einem einzigen Monat entdeckt. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung beim Bundesgesundheitsministerium Frau Marlene Mortler gab unser Projekt am 1. Juni 2016 als Projekt des Monats Juni bekannt und der „Revolution Train“ ist damit das erste ausländische Projekt überhaupt, das in dieser Art ausgezeichnet wurde.

Ist das vielleicht der Höhepunkt unserer Arbeit? Bei Weitem nicht. Wir wollen uns nicht wiederholen, aber damit fängt das Ganze gerade erst an!



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